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The early bird catches the worm Es ist schwer zu fassen, aber so wie sich die Geschichte der Menschheit in manchen Teilen stetig zu wiederholen scheint, so scheint sich auch der Prozess,
oder sagen wir lieber das Ritual sonnabendlichen Frühaufstehens vor den U20-Punktspielen in immer gleichen Bahnen abzuspielen (siehe dazu
den Rundenbericht vom 01.10.). Während allerdings Erik und Kay als Profis auf diesem Gebiet die Bettflucht stets 10 Minuten
vor dem vereinbarten Termin antreten, bleibt die Qual der morgendlichen Erhebung für mich als Mannschaftsleiter ein ständig neues Erlebnis. So hat die
Zeitumstellung, trotz dass sie sich bereits vor Wochen vollzog, noch immer ihre negativen Auswirkungen - vor allem dann, wenn man die Uhr des Weckers in
die falsche Richtung gedreht hat und den Alarmmodus ausgerechnet zum U20-Spiel das erste Mal benutzen muss. Umso besser möchte man meinen, hat man doch genügend Zeit an die Peripherie des Muldentaler Einzugsgebietes, nach Hartmannsdorf, zu fahren. Doch ein Spieler unserer U20, ganz zu schweigen von einem Mannschaftsleiter, wäre wohl nicht derselbe, wenn er den vorgegebenen Zeitrahmen nicht ein wenig dehnen würde. So lief auch die heutige Abholaktion darauf hinaus, dass trotz zeitigen Aufstehens das schließliche Aufbrechen in einem Anflug von Hektik mündete. Nichtsdestotrotz wurde das Zielgebiet rechtzeitig erreicht. Erik stand bereits am Straßenrand zum Einsteigen bereit, sodass die morgendliche Tour vom Gesäßbereich unseres Erdballs zurück nach Wilkau-Haßlau, zu Isabell, und schließlich an die wohl goldenste Perle der Natur gehen konnte: Zu unserem Treffpunkt in Downtown Eckersbach. ![]() Ein Traum aus Platten und Wiesen empfing uns in den Zwickauer Suburbs. Wie sich herausstellte waren wir viel zu früh am Treffpunkt angelangt. Davon eher motiviert als zurückgeschreckt wussten wir kraft unserer Kreativität einige sinnvolle Zeitvertreibe zu finden. Darunter fiel ein lustiger Klingelstreich bei Familie Bloß, oder wie wir es nannten: "Kay wachklingeln". Unsere Umgebung bot jedoch noch viel mehr. Nachdem Kay uns freundlich über die Fernsprechanlage seiner Klingel abgewiesen hatte, füllten wir die verbleibende Zeit mit Morgengymnastik im Eckersbacher Fitnesscentre. Sämtliche Aktivitäten wurden natürlich sorgfältig per Digitalkamera dokumentiert, bis Frau Klemms Eintreffen unserem sinnlosen Treiben ein Ende setzte und wir endlich aufbrechen konnten.
Die Fahrt nach Leipzig verlief dank Frau Klemm sicher und planmäßig. Da dieser Bericht ein gesundes Ausmaß an Länge nicht überschreiten soll und sämtliche auf der Fahrt gemachten Bilder und Filme durch die Zensur des Autors fallen mussten, muss dieser Abschnitt leider eher kurz ausfallen. Viel interessanter als die Gespräche einer im Riesenauto eingesperrten U20-Mannschaft sind ohnehin die Schachpartien ... vor allem im Angesicht Leipzigs okkulter Machenschaften... Der Dämonenspringer Würde man den gewöhnlichen Schachfreund nach dem Inhalt eines Figurensatzes fragen, so käme wahrscheinlich folgende Antwort: "Ein König, ein Dame, acht Bauern, ...öööhm, zwei Türme, zwei Läufer ... ja ... und zwei Springer". Im Anschluss daran würde wohl ein selbstzufriedenes Lächeln folgen, das die Vollständigkeit der eben getätigten Aussage unterstreichen soll. Doch nur wenige wissen, dass diese Aufzählung inkomplett ist... Neben den oben genannten Figuren gibt es nämlich noch einen höchst seltsamen und gleichermaßen seltenen Weggefährten: Den Dämonenspringer. In früherer Zeit hauste er oft in riesigen Höhlen, entführte Jungfrauen und verschlang edle Helden... bis er irgendwann nicht mehr gesehen wurde. Um sein Verschwinden rankten sich seitdem wilde Geschichten und Sagen, die heute kaum noch jemanden an seine Existenz glauben lassen ... Doch nun ist er wieder aufgetaucht - in einem Figurenset von Leipzig Lindenau. Psychologische Kriegführung? Oder gar eine allzu inhumane Art die Weltherrschaft an sich zu reißen? Wofür auch immer die Leipziger die dunklen Mächte der diabolischen Figur einsetzen wollen, an diesem U20-Spieltag trug sie den ersten Schritt zum Erreichen der grausamen Pläne bei, wie sich weiter unten noch zeigen wird... Die Partien Alle Spiele begannen rechtzeitig und ordnungsgemäß. Im Gegensatz zum letzten Besuch in Leipzig gab es diesmal keine frühzeitigen Überraschungen. Dennoch war es wieder einmal David, der uns den Vorsprung brachte.
![]() Unsere hinteren Bretter spielten einmal mehr sehr stark auf. Zu Davids linker und rechter Seite konnten weitere starke Leistungen von Erik und Isabell verfolgt werden. Kurz nach Davids Erfolg durfte auch am sechsten Brett gejubelt werden.
![]() Damit verbindet sich ein ganz besonderer Erfolg für Erik: Ein Hattrick. Die schwarze Gefahr unseres Teams konnte nämlich zum dritten Mal in Folge einen wichtigen Sieg im Nachzug beitragen. Traditionsgemäß flogen natürlich die Hüte aufs Brett... ![]() Kay hatte eine schwere Aufgabe an Brett 2, um nicht zu sagen eine unerfüllbare. Sein Gegner war im Besitz des Dämonenspringers. So war jegliche Bemühung von vornherein umsonst. Kay ließ sich dennoch kaum etwas anmerken und kämpfte umso tapferer:
![]() Beim Stand von 2-1 für Wilkau war es Michael, der den entscheidenden Sieg errang. Nachdem die Stellung lange geschlossen war, verlagerte er das Spiel von der Königs- auf die neu geöffnete Damenseite, wo sein Gegner schließlich der positionellen Übermacht des Weißspielers unterlag:
![]() Miguel nutzte die günstige Punktekonstellation und bot Remis. An Brett 4 stand Isabell bereits auf Gewinn, sodass sein Kontrahent wohl kaum noch motiviert war, die Partie auszukämpfen. Vielleicht wäre sogar noch mehr drin gewesen...?
![]() Nach Miguels Siegremis konnte Isabell befreit aufspielen. Das Scoresheet ihrer Partie konnte ich leider nicht in den Speicher meiner Digitalkamera bannen. So viel sei trotzdem gesagt: Sie musste von allen den längsten Kampf führen und spielte ein überragendes Endspiel, in dem sie schließlich mit drei Freibauern auf der Königsseite auftrumpfen konnte. Dieser Übermacht musste sich ihr Gegner nach zähem Gegenhalten schließlich fügen, was den 4½ - 1½ Erfolg der Muldentaler komplett machte.
Fazit
Nachschlag: Behindertengerecht eingeparkt "Ich fühle mich so unsicher ... überall ist Polizei in der Nähe"... Solche Gedanken hatte sicher jeder schon beim Anblick der grün gekleideten
Beamten. Ähnliches ging auch in mir vor, als ich nach dem Spiel zusammen mit Erik die Hüter von Recht und Ordnung an einem großen Zwickauer Einkaufsmarkt
antraf. Suspekt erschien mir dabei nur die Parkplatzwahl der Staatsdiener... Denn was den normalen Bürger im Schnitt 70 € Parkgebühr kostet
scheint im all inclusive Paket des Polizeidienstes mit eingeschlossen zu sein. ![]() Markus Bindig | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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