Wenn babyblaue Fahnen wehen...


Helden in babyblau

... Nach anfänglichen Schwierigkeiten Miguel am 26.12.05 zu erreichen, was wohl mit seinem physischem Wohlbefinden zusammenhing, war der Anbruch nach Siebenlehn scheinbar gesichert. Doch wie man es in Verbindung mit unserer U20-Mannschaft gewohnt ist, kam alles ganz anders.

Ich versuchte mir noch am Abend des 26.12.05 eine Mitfahrgelegenheit für den 27. in die Zwickauer Suburbs zu besorgen, was mir nach einer halben Stunde voller Telefongespräche auch gelang. Einer meiner Kumpels konnte mich mitnehmen. Das Problem war nur, dass er mir am 26. sagte, er würde am 27. 6:30 Uhr losfahren. Blöderweise wollten wir erst 10:00 Uhr in Eckersbach Downtown den Weg nach Siebenlehn antreten. Daraus ergab sich das Problem, wie ich den Rest der Zeit, die mir noch zur Abfahrt blieb, verbringe. Also meldete ich mich bei Silvia, unserem Stützpunkt in den Suburbs, zum Frühstück an. Nun schien alles geklärt und es konnte losgehen, wenn da nicht...

Ausnahmsweise vorbildlich stand ich am 27. 6:00 Uhr auf, um mit meinem Kumpel um 6:30 Uhr nach Zwickau zu fahren. Also stellte ich mich 6:30 Uhr an die Straße. Nur wo war mein Kumpel? 6:45 Uhr rief ich ihn mit dem Handy an, um mir von seiner schlaftrunkenen Stimme sagen zu lassen, dass er mir aus Versehen die falsche Zeit gesagt hat und wir erst in einer Stunde losfahren würden. HMPF... naja, ich ging also wieder nach oben, um mir das äußerst anspruchsvolle Frühstücksprogramm im deutschen Fernsehen reinzuziehen. In der Zwischenzeit stand Steffis Mutter Silvia extra zeitig auf, um mich zu empfangen. Meiner einer war aber auf Grund logistischer Missverständnisse erst 45 Minuten später als angekündigt angekommen. Mit noch schmerzendem Gesäß vom geradigen Sturz, der vom vereisten Parkplatz verursacht wurde, begab ich mich stöhnend die Treppen des Plattenbaus hinauf. Mittlerweile war es 8:45 Uhr.Kay und Steffi verließen gerade die Wohnung, um Steffis Auto in die Werkstatt zu bringen. In meinem Kopf machte sich die Frage breit, wie sie es bis 10:00 Uhr wieder zurück nach Eckersbach schaffen wollten. Aber ich bekam erstmal ein leckeres Frühstück um mein Gemüt zu beruhigen.

Pünktlich 10:00 Uhr traf Frau Klemm mit den übrigen babyblauen Mitstreitern Migu, Schulzi und David ein. Doch wo waren Steffi und Kay? Sie waren immer noch in der Autowerkstatt. Mein Verdacht hatte sich also bestätigt. Nach den Anfängen des hiesigen Morgens verstehe ich gut, was unser Mannschaftsleiter Markus immer durchmachen muss. 10:45 waren die beiden zum Glück schon da und endlich konnte sich unser U20-Squad auf den Weg ins entfernte Siebenlehn begeben. 45 Minuten Verspätung; aber was solls, das sind wir ja gewohnt.

Die Fahrt diente gut dafür, den fehlenden Schlaf nachzuholen. Leider war Kay nicht dazu zu bewegen, noch einmal für uns Country Roads zu singen. Schade eigentlich.


Migu will Country Roads.

Nachdem wir in Siebenlehn ankamen und uns in der Anmeldeliste abhaken ließen, bezogen wir unsere Unterkunft, wo wir freundlich empfangen wurden. Vorbeugend für die nächsten Tage, füllten wir unseren Kühlschrank mit Flüssignahrung.

Nun konnte es los gehen. Fünf motivierte junge Recken traten an und kämpften unter babyblauer Flagge, um den SV Muldental gut zu repräsentieren. Auch wenn Kay und Michael etwas unzufrieden sein dürften, können sich die Ergebnisse trotzdem sehen lassen.


der Spielsaal



Unsere Results:

Michael Schulz (DWZ 1870 , Elo 2017)
Runde Gegner NWZ Verein  Ergebnis 
1 Urban, Matthias 1438 SV Görlitz 1990 1
2 Osmanodja, Filiz 1570 USV TU Dresden 0
3 Rühlemann, Harald 1542 HSG Uni Rostock 1
4 Fischer, Joachim 1659 HSG Uni Rostock 0
5 Herrich, Christoph 1596 SV Schw.-Weiß Kön ½
6 Leschner, Marius 1456 SV Muldental 1
7 Lindner, Sebastian 1259 SC 1911 Großröhrsdorf ½

Kay Schaarschmidt (DWZ 1770 , Elo 1975)
Runde Gegner NWZ Verein Ergebnis 
1 Weis, Oleg 1277 Ooser SC von 1930 1
2 Manitz, Tilo 2159 ESV Lok Döbeln 0
3 Schulze, Frank 1503 SG Grün-Weiß Dresden 1
4 Friedrich, Ricardo 1016 SV Gambit Kamenz 0
5 Vetter, Udo 1556 ESV Lok Sömmerda 1
6 Urban, Matthias 1438 SV Görlitz 1990 1
7 Bauer, Bernd 1927 SK Kriegshaber 0

Miguel Rivera Boris (DWZ 1761)
Runde Gegner NWZ Verein Ergebnis 
1 Hegner, Uwe 1273 Naumburger Sportv. 1
2 Friedrich, Jan 2123 SV Motor Hainiche 1
3 Ulms, Sandra 2110 SC Leipzig-Gohlis 0
4 Krklec, Daniel 2137 TSV Forstenried e.V. 0
5 Rühlemann, Harald 1542 SV Merseburg e.V. 0
6 Gabriel, Rolf 1434 SV Ottendorf-Okrilla 1
7 Mehner, Vinzenz 1566 Naumburger Sportverein 1

David Klemm (DWZ 1517)
Runde Gegner NWZ Verein Ergebnis 
1 Schiefner, Ray 1936 SV Bannewitz ½
2 Kutschke, Peter 1975 HSG Uni Rostock ½
3 Zimmermann, Falk 1759 TV Freiberg 1844 ½
4 Lehnert, Stefan 1748 SV Sangerhausen e.V. 1
5 Strobl, Frank 1793 TSV Forstenried e.V. 0
6 Schulze, Bernd 1628 Siebenlehner SV 0
7 Osmanodja, Bilgin 1539 USV TU Dresden 1

Erik Baumann (DWZ 1297)
Runde Gegner NWZ Verein Ergebnis 
1 Hotaki, Mohammed Shah 1773 TV Freiberg 1844 0
2 Loose, Christian 1572 SV Lok Leipzig-Mitte 0
3 Forch, Valentin 1146 SV Gambit Kamenz 1
4 Meißner, Felix 1580 SC Leipzig-Gohlis 0
5 Kupferschmied, Markus 892 Siebenlehner SV 1
6 Geißler, Gerd 1629 VfL 1990 Gera ½
7 Vetter, Udo 1556 ESV Lok Sömmerda 0

Wer Genaures über die Endstände erfahren will, kann sich diese Informationen auf www.siebenlehn.de/SCHACH besorgen.

Aber auch aus nicht schachlicher Sicht konnte unsere U20 wieder Erfolge verbuchen. Mit jedem neu bestrittenen Erlebnis wächst unsere U20 dichter zusammen. So waren die Abende nach dem Schachspiel und die Zeit zwischen den Runden eine gute Gelegenheit die Lachmuskeln zu trainieren und ein bisschen zu feiern. Natürlich ging dies nicht spurlos an uns vorbei. Migu war wohl am meisten betroffen. Er ähnelte am Morgen des 29. eher einem Zombi als einem Schachspieler. Natürlich kann sich das auch psychologisch auf die Gegner auswirken. Nur irgendwie sollte Migu die Nummer noch ein bisschen üben ;).


Zwischendurch möchte ich klären, dass der SV Muldental Wilkau-Haßlau keine Experimente an jugendlichen Schachspielern durchführt, auch wenn folgende Fotos das vermuten lassen. Schachspieler sehen beim Schlafen einfach nur verdammt süß aus, wie diese beiden putzigen Exemplare beweisen.


Einfach nur niedlich.

Meine Wenigkeit und Migu sowie auch die anderen sind mitlerweile gute Kumpels geworden. So teilen wir nicht nur ein gemeinsames Hobby, sondern auch das ein oder andere Gläschen.


So feierten wir unsere schönen Tage und lachten über die Handlung der anderen. Der noch größer gewordene Zusammenhalt wird uns für unsere nächsten U20-Spiele stärken und uns sicher den Weg in die 1. Sachsenjugendliga, der unser Primärziel ist, leichter machen. Ich blicke unserem nächsten Abenteuer mit Freude entgegen.

Am Ende sei noch einmal Dank an unsere zuverlässige Fahrerin Frau Klemm gesagt. Ohne sie wären unsere Ausflüge aus dem Muldental gar nicht möglich.

EB


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