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...Liebes Mannschaftsleitertagebuch, du fragst dich sicher, warum ich dir und nicht unser bisheriger Mannschaftsleiter Markus heute, wie jedes Jahr zum Saisonstart üblich, schreibe. Tja, das ist eine lange Geschichte. Die Wurzeln dieser Angelegenheit liegen tief im Tal der Ahnungslosen, wo zwischen kalten Mauern und staubigen Büchern an der TU Dresden entschieden wird, dass die Anglistikstudenten für ein Jahr ihr Dasein im angelsächsischen Sprachraum fristen müssen. So kam es, dass Markus leider nicht im Stande war, unser U20-Schiffchen durch die 1. Sachsenjugendliga zu steuern. Er ebnete uns den Weg bis hierher, jetzt ist als neuer Mannschaftsleiter (oder auch Mannschaftsführer, wie man auf der Meldeseite des SVS zu schreiben pflegt) Kay in Markus' Fußstapfen getreten. Da aber unser neuer ML nicht schreiben kann, muss ich nun herhalten, da wir nicht wollen, dass du zu kurz kommst. Jedoch gibt es auch Veränderungen in unserer "Mann"schaft. Da Isabell uns auf Grund ihres mittlerweile zu hohen Alters verlassen musste, stiegen Julia (die schon letztes Jahr als Ersatzspielerin ihr Debüt in unserem Team hatte) und Patrick neu in unser Boot. So also beginnt eine neue Reise… Unsere Aufstellung:
Der 16. September 2006, es ist erst 6:00 Uhr, mit schrillem Klingeln riss mich mein Handy aus dem Schlaf. Puh, schon so spät? Hm, das kann doch nicht sein, dachte ich und versuchte noch völlig schlaftrunken die Schlummertaste zu betätigen. Zum Glück konnte ich diese Mission erfolgreich ausführen und ruhigen Gewissens noch 10 Minuten vor mich hindösen. War dies ein Vorzeichen auf das weitere Geschehen, was uns dieser Tag noch bringen sollte? Wer kann das schon behaupten? Da leider die morgendlich ländliche Ruhe nur weitere 10 Minuten währen sollte, gab ich schließlich nach erneutem Handyklingeln klein bei und rollte mich aus meinem Bett. Dank Kays Kommunikationssucht konnten wir das Haus leider erst 8 Minuten später als geplant verlassen. Aber ganz ehrlich, wir haben es noch nie geschafft richtig pünktlich zu sein. Nun egal, dank der überragenden Fahrkünste meines Vaters konnten wir die verlorene Zeit bis Zwickau mehr als aufholen. Dort angekommen, sprangen Kay, Julia und ich in unseren Mannschaftsbus und es konnte losgehen. Mittlerweile war es 7:25. Am heutigen Morgen führte uns die Fahrt nach Leipzig, wo als erster Gegner der Saison Lok Leipzig Mitte auf uns wartete. An den ersten beiden Brettern schien uns ein ausgefuchster Plan zu erwarten, der uns den eventuellen Sieg sicher nicht leicht machen würde. Jedoch hatten wir auch eine Geheimwaffe. Unscheinbar aber gefährlich für die weibliche Gegnerschaft: Michael Schulz Aufgrund diverser Orientierungsschwierigkeiten die ich hier nicht weiter ausführen möchte, kamen wir mit leichter Verspätung, aber immer noch im akademischen Viertel im Spiellokal der Leipziger an. Schnell die Partieformulare ausgefüllt, die Hände gegeben, die Uhren gedrückt und schon war es soweit, Ring frei für die erste Runde. ![]() Mit der Zeit entwickelten sich die Partien. Als Erster kam mir Micha entgegen und teilte mit, dass er gewonnen hatte. Ein guter Einstand. Kay gewann seine Partie, nachdem er mit einem grandiosen Qualitätsopfer einen unwiderstehlichen Königsangriff einleitete. Bereits zuvor hatte Miguel die Dame seines Gegners für einen Turm und zwei Hosenknöpfe gewonnen und konnte diesen Vorteil durch meisterhafte Technik problemlos realisieren. Begünstigt wurde das Spielgeschehen von Michael, der vorsichtshalber seine Testosteronproduktion hochfuhr, falls die gegnerische Geheimwaffe noch eintreffen sollte. Jetzt war der Moment für David gekommen, er bot Remis und sicherte den Sieg, welch perfider Plan. Was er aber noch nicht wusste, war, dass Julia und ich nach langem Schieben und Kneten unsere Partien schließlich auch noch gewinnen konnten. Das unerwartete, sehr deutliche Ergebnis:
![]() Aufgrund unserer doch recht ordentlichen Leistung gab es das erste Miguknuddeln der Saison. Hoffentlich werden noch ein paar Tage folgen, an denen wir unser schon fast religiöses Ritual der Miguumarmung durchführen können. Aber man muss zugeben, selbst einem geschulten Auge fällt es schwer, hier einen Unterschied zu finden... ![]() Finden Sie 5 Unterschiede????? Also liebes Tagebuch, mit den schließenden Worten möchte ich allen eine erfolgreiche Saison wünschen und ich hoffe, dass wir an diesen Erfolg anknüpfen können. Erik Baumann |
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